Keine ICE-Sprinter zu Lasten der Wupperstrecke!

| Nur geringfügige Reisezeitgewinne Köln-Berlin zu Lasten des gesamten übrigen Fahrplans

Die für die Wupperstrecke vorgesehenen Verschlechterungen durch das aktuelle ICE-Sprinterkonzept gehen weit über eine Angebotshalbierung (nur noch 2-Stunden-Takt) hinaus. Durch die 4 ICE-Sprinter, die zwar über Wuppertal verkehren, aber hier nicht halten sollen, wird nahezu das komplette Nahverkehrsangebot (RE 4,7, RB 48) in Mitleidenschaft gezogen: Zusätzliche einzuplanende Überholungen erhöhen die Störanfälligkeit und beeinträchtigen die Stabilität des Fahrplans. Zudem reduzieren sie erheblich die Reisegeschwindigkeit der überholten Züge.

Ein solches Sprinter-Konzept, welches für einen geringfügigen Marketing-Gag ("Köln-Berlin unter 4 Stunden") einen derartigen Flurschaden entlang des gesamten Linienverlaufs anrichtet und eine Vielzahl von Nah- und Fernverkehrskunden benachteiligt, lehnen wir ab.

Der derzeit in NRW gefahrene ITF 2 stellt ein sorgfältiges Fahrplankonstrukt unter Einbeziehung des Fernverkehrs dar, welches weitgehend ohne Überholungen auskommt.

Darüber hinaus sehen die Planungen der DB im Rahmen der "Fernverkehrsoffensive" deutschlandweit einen 30-Min.-Takt im Fernverkehr vor, der derzeit auf der Wupperstrecke bereits realisiert ist, nunmehr aber plötzlich "durchlöchert" werden soll. Wir sind nicht grundsätzlich gegen Sprinterzüge, sie sollten jedoch nicht ein bestehendes Regelangebot ersetzen, sondern nur als zusätzliche Leistung angeboten werden, sofern konfliktfreie Fahrplantrassen zur Verfügung stehen. Beides ist bei dem vorliegenden Konzept nicht der Fall.

 


Kommentare

Kommentar von Lenz |

Komme selber nicht aus NRW. Ich stimme Ihnen zu, das eine Reduzierung des bestehenden ICE Taktes zugunsten von Sprintern fatal ist Vielleicht sollten Sie von Pro Bahn versuchen im Dialog mit der Bahn zu den bestehenden ICE Verbindungen, als Ergänzung ein ICE Sprinterkonzept vorstellen. Zudem ist es sinnvoll, sowohl die Strecke Dortmund Essen Düsseldorf Köln Bonn auszubauen, als auch Dortmund Wuppertal Köln um kürzere Fahrtzeiten zu ermöglichen. Des weiteren Ausbau der Strecke Dortmund Hamm Bielefeld Hannover für 230 Km/h. Mit diesen Maßnahmen ließe sich die Fahrtzeit von Köln nach Berlin entsprechend verkürzen.


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