Auch der VRR "Sagt ja zur 105"

| VRR befürwortet Verlängerung der Linie 105

Pressemitteilung des VRR im Wortlaut

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr spricht sich klar für einen Lückenschluss der Linie 105 zwischen Essen-Frintrop und der bestehenden Oberhausener ÖPNV-Trasse aus. Mit der Verlängerung der Linie soll die verkehrliche Situation zwischen Essen und Oberhausen wesentlich verbessert und attraktive Voraussetzungen für künftige Gewerbe- und ggf. neue Wohnansiedlungen geschaffen werden. 90 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten für den 3,3 Kilometer langen Streckenabschnitt sowie die vorgesehenen sechs neuen Haltestellen – rund 66 Millionen Euro – würden vom VRR voraussichtlich aus Bundes- und Landesmitteln des GVFG-Bundesprogrammes finanziert. Am 8. März 2015 können die Oberhausener in einem Bürgerentscheid über die Verlängerung der Linie abstimmen. Der VRR hofft sehr auf einen positiven Ausgang des Votums – und zwar im Interesse einer verkehrlichen, städtebaulichen, gesellschaftlichen und arbeitsmarktpolitischen Weiterentwicklung der Stadt und zum Nutzen der Nahverkehrskunden.

 

Aus Sicht des VRR eröffnet der 3,3 Kilometer lange Lückenschluss neue Perspektiven für die Stadt Oberhausen. „Durch die Verlängerung der Straßenbahn-Linie 105 würde eine schnelle, leistungsfähige Verbindung zwischen Oberhausen und Essen geschaffen, von der zahlreiche Pendler profitieren. Zudem trüge die Verbesserung der infrastrukturellen Voraussetzungen entlang der Strecke auch dazu bei, das Gelände für die Ansiedlung von Gewerbe deutlich attraktiver zu gestalten“, erklärt VRR-Vorstandsprecher Martin Husmann. „Damit stärkt das Projekt den Wirtschaftsstandort Oberhausen und steigert nachhaltig die Attraktivität der Stadt – ein Umstand, der insbesondere in Zeiten überschuldeter kommunaler Kassen enorm wichtig ist.“ Zudem werde durch die Verlängerung der Linie 105 ein Zeichen für die gemeindeübergreifende Leistungsfähigkeit des ÖPNV gesetzt, so Husmann weiter. Da auf kommunaler Ebene die über die Stadtgrenzen hinausgehenden Verbindungen bislang eher zu den Schwachstellen des Öffentlichen Nahverkehrs zählten, profitiere die gesamte Metropole Ruhr von der mit dem Ausbau verbundenen großen Außenwirkung.

 

Entgegen der Befürchtung einiger Kritiker erweist sich das Projekt aus volkswirtschaftlicher und betriebswirtschaftlicher Sicht als lohnenswert. „Die im Rahmen des GVFG-Bundesprogrammes vorgeschriebene Prüfung der Wirtschaftlichkeit ist sehr positiv ausgefallen“, berichtet Husmann. „Ein Kosten-Nutzen-Indikator mit einem außerordentlich hohen Wert von 2,04 kommt bei vergleichbaren Projekten nur sehr selten vor.“ Verglichen wurden die Situationen jeweils mit und ohne die neue Verbindung: Reisezeiten, Pkw-Betriebskosten, Gesamtbetriebskosten der Linie, Unfallschäden, Emissionen, Schadstoffe und Lärm wurden Zins und Tilgung der Investitionskredite gegenübergestellt.

 

Neben den wirtschaftlichen Gesichtspunkten sprechen auch ökologische Gründe für einen Lückenschluss der Linie 105. Nach Ansicht des VRR ist es vor dem Hintergrund hoher Anforderungen an den ÖPNV in den Bereichen Umwelt-, Klimaschutz und Demografie für die Verkehrsunternehmen wichtig, die Weichen für eine wirtschaftlich und ökologisch sinnvolle Weiterentwicklung des Öffentlichen Nahverkehrs zu stellen. „Mit dem Ausbau der elektrisch betriebenen Straßenbahn-Linie 105 beschreiten die Stadt Oberhausen und die STOAG einen richtigen und wichtigen Weg, der auch für andere Städte Signalwirkung haben sollte“, so der VRR-Vorstand.

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Pressemitteilung VRR vom 30.1. | 158,8 KiB

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