Offener Brief Unzulänglichkeiten im NVR-Schienenverkehr nicht mehr hinnehmbar

| Pressemitteilung Regionalverband Rhein-Sieg

Sehr geehrter Herr Dr. Reinkober,
datiert vom 18.06. hatten wir Ihnen ein Schreiben mit dem o.g. Titel zukommen lassen. Leider haben wir weder darauf eine Antwort erhalten, noch hat sich am Gegenstand der Kritik irgendetwas geändert: aus eigenen Beobachtungen und von den uns zur Kenntnis gegebenen Fahrgastbeschwerden wissen wir, dass Fahrten mit verminderter Kapazität sowie Zugausfälle nach wie vor an der Tagesordnung sind, nicht nur im Dieselnetz, aber da mit besonderer Häufigkeit! Die vielen Verspätungen, die sich meist über den ganzen Tag fortpflanzen, wollen wir nur am Rande erwähnen.

Eine solche eklatante, fortgesetzte Vertragsverletzung, wie sie DB Regio im Kölner Dieselnetz seit Vertragsbeginn praktiziert, würde bei jedem anderen Vertragsgegenstand den auftraggebenden Vertragspartner zur Kündigung berechtigen! Uns ist bewusst, dass die Kündigung von SPNV-Verträgen äußerst problematisch ist, zumal kein anderer Verkehrsbetrieb samt Fahrzeugen in den Startlöchern hockt.

Die Fahrgäste erwarten jedoch, dass der NVR zu ernsthaften Sanktionen greift, die über die übliche Pönale, die DB Regio sicher schon bei der Angebotsabgabe einkalkuliert hatte, deutlich hinausgehen. Eine Fortsetzung der Vertragsverletzung muss der DB wehtun, sonst ändert sich offenbar nichts. Einem großen Mobilitätsdienstleister wie der DB nehmen wir nicht ab, dass er nicht in der Lage ist, binnen weniger Tage Ersatzfahrzeuge bereitzustellen!

Wir hoffen sehr, dass der NVR in dem dargestellten Sinne aktiv wird!

Mit freundlichen Grüßen
PRO BAHN Rhein-Sieg e.V.
(Dr. Klaus Groß, Vorsitzender)

Ansprechpartner

Klaus Groß
Werkstattstr. 15
50733 Köln


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