PRO BAHN Rhein-Sieg: Ausbau des Bahnknotens Köln jetzt!

|

Der gemeinnützige Fahrgastverband PRO BAHN Rhein-Sieg fordert einen zügigen Ausbau des Bahnnetzes in Nordrhein-Westfalen. PRO BAHN-Sprecher Klaus Groß betont: „Besonders der Knoten Köln mit seinen Zulaufstrecken ist spätestens durch die Verkehrszunahme seit der Bahnreform zu einem Engpass geworden.“ Dauernde Störungen und Verspätungen seien die Folge, so Groß weiter.

Als Beispiele für dringend notwendige Maßnahmen nennt er:

  • den zweigleisigen Ausbau im Verlauf der S 11 zwischen Köln-Dellbrück und Bergisch Gladbach,
  • das durchgehende vierte Gleis zwischen Köln und Düsseldorf für den geplanten Rhein-Ruhr-Express,
  • eine Gleisverbindung zwischen der S-Bahn-Stammstrecke am Kölner Hansaring und dem Westbahnhof („Westring“)
  • einen Bahnsteig mit zwei zusätzlichen S-Bahn-Gleisen für den Kölner Hauptbahnhof,
  • die Beseitigung von Störstellen und Engpässen sowie Beschleunigungsmaßnahmen auf der Eifelstrecke Köln – Trier, sowie
  • den behindertengerechten Ausbau des Bahnhofs Köln Messe/Deutz.

Diese Beispiele entstammen einem Maßnahmenkatalog, den der PRO BAHN-Regionalverband Rhein-Sieg dem Landesverband übermittelt habe. „Wir haben den PRO BAHN-Landesvorstand NRW gebeten, sich gegenüber der neuen Landesregierung dafür stark zu machen, dass NRW-Bahnprojekte zeitnah verwirklicht werden“, erläutert Groß die Zielrichtung des Vorstoßes. Schließ-lich bestehe über deren Nutzen weitgehend Einigkeit. Er warnt davor, NRW-Projekte zugunsten von Mammutprojekten mit zweifelhaftem Nutzen in anderen Bundesländern, wie Stuttgart 21, zurück zu stellen.

Klaus Groß
Werkstattstr. 15
50733 Köln


Kommentare

Kommentar von Matthias Schneider |

Vor einem ständigen Basteln an Symptomen wäre doch wohl eine generelle Verkehrsplanung des gesamten Rheinlandes erforderlich, dabei alle Verkehrsträger berücksichtigend, bis hin zum Flugzeug.

Schon der Laie erkennt die individualistischen Charaktere aller aktueller Teilplanungen,beginnend beim Dauerchaos in der Fernstraßenplanung - die ja eigentlich völlig fehlt, weiter beim Fernbus, der die Knoten gar nicht mehr anfahren soll, und dass die Bahn am Ende ist, ist auch für Jedermann unübersehbar.
Kommt hinzu, dass sich der Individualverkehr völlig neu ausrichtet Das automatische Fahren, in den hier interessierenden langfristigen Zeiträumen mit Sicherheit weitgehend vorgeschrieben, zusammen mit der Elektrotraktion auf regenerativer Basis im Individualverkehr, wird die Umweltaspekte in den Hintergrund treten lassen. Indem an vollautomatischen Fahrzeugen kein persönliches Besitzinteresse mehr zu erwarten ist, sollten Sie von fahrerlosen Taxis ausgehen, ohne Bedarf für Parkraum, für behindernde Verkehrsbeeinflussung, und mit wesentlich erweiterter Kapazität durch Minimalabstände im Meterbereich. Das alles in ca. 25 Jahren, wenn Ihre Forderungen umgesetzt werden könnten. Ich rate also dazu, den Personen-Fernverkehr der Bahn signifikant zügiger zu organisieren, z.B. durch Verlegung des Hbf Köln auf die Deutzer Wartungsflächen, mit Anschlussmöglichkeiten auch für Bus und automatisierten Taxiverkehr. Die Regionalbahnen aber deutlich mehr auffächern, auch dort mit systematischem Anschluss für Busse und Automattaxis. Mit der heutigen Struktur der Bahn im Großraum Köln wird der Personen-Bahnverkehr nicht überleben. Der Bürger, von Umwelt- und Energieproblemen des Individualverkehrs zukünftig befreit, wird das heutige Bahnsystem nur mit nostalgischen Gefühlen betrachten, doch kaum für seine Reisepläne einbeziehen.


Einen Kommentar schreiben