PRO BAHN: VRS-Tariferhöhung eine Zumutung

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Der gemeinnützige Fahrgastverband PRO BAHN Rhein-Sieg e.V. ist empört über die Fahrpreiserhöhung im VRS. Zum wiederholten Mal liege die Tarifanhebung mit ihren durchschnittlichen 3,4 % spürbar über der allgemeinen Teuerungsrate, so PRO BAHN-Sprecher Klaus Groß. Die durch häufige Verspätungen und Ausfälle von Zügen sowohl bei der DB als auch bei den KVB und SWB gekennzeichnete Leistung im Verkehrsverbund würde aus Sicht des Fahrgastverbands eher eine Tarifabsenkung nahelegen.

Im Vergleich mit anderen Verbünden nehme der VRS eine Spitzenstellung ein, aber nur, was die Fahrpreise angehe, betonte Groß. Die gebetsmühlenartig alle Jahre wieder vorgetragenen Gründe, wie Verteuerung von Personal und Energie seien vorgeschoben. „Wenn der ÖPNV über mehrere Jahre überproportional verteuert wird, drängt sich einem der Verdacht auf, dass dahinter das eigent-liche politische Ziel steckt, den Zuschussbedarf für den ÖPNV herunterzufahren.“ Dann sei es aber unredlich, wenn sich die Politiker, die das wollten, hinter dem anonymen Zweckverband verstecken würden. „Wenn die Politiker von SPD, CDU, Grünen und FDP in den Stadträten und Kreistagen den Steuerzahler von ÖPNV-Kosten entlasten wollen, dann sollen eben diese Politiker uns Fahrgästen sagen, dass wir entsprechend mehr bezahlen sollen – aber das bitte vor der Wahl!“ Die seit Jahren verfolgte Salami-Taktik bezeichnete Groß als unredlich.

Ansprechpartner

Dr. Klaus Groß
Werkstattstr. 15
50733 Köln

Tel. 0221-738641


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