Voreifelbahn: nicht alles wird besser!

|

Der gemeinnützige Fahrgastverband PRO BAHN Rhein-Sieg hat sich in den vergangenen Wochen kritisch mit den bevorstehenden Veränderungen auf der Voreifelbahn auseinandergesetzt. Ausdrücklich begrüße PRO BAHN den vorgesehenen zweigleisigen Ausbau zwischen Duisdorf und Witterschlick, erklärte PRO BAHN-Sprecher Klaus Groß. Dieser werde auf jeden Fall das Weitertragen von Verspätungen verringern. Angesichts allzu optimistischer Ankündigungen insbesondere seitens der Politik riet Groß aber zu Skepsis. „Wer kürzere Fahrzeiten bei mehr Haltepunkten und bequemere Sitze bei erhöhter Kapazität verspricht, tut so, als ob er die Quadratur des Kreises beherrscht“, verdeutlichte Groß die Zielrichtung der Kritik.

Auf dem „Kölner Dieselnetz“, zu dem auch die Voreifelbahn zählt, werden voraussichtlich ab Dezember neue Triebwagen des Typs LINT 54 bzw. 81 („Leichter, innovativer Nahverkehrs-Triebwagen“) des Herstellers Alstom eingesetzt. Bei diesen Fahrzeugen werde die höhere Zahl von Sitzplätzen mit engerer Bestuhlung und weniger Türen erkauft. „Wo heute in der Normalverkehrszeit zwei gekuppelte Talent-Triebwagen unterwegs sind, fährt künftig nur ein – längerer – LINT 81, mit 6 statt 12 Türen pro Seite, weniger Sitzplätzen, weniger Fahrradstellplätzen und nur einer Toilette an Bord“, beanstandete Groß. Die versprochene Kapazitätsausweitung werde es – durch Kupplung mit einem zweiten Triebwagen – nur in der Hauptverkehrszeit geben.

PRO BAHN Rhein-Sieg hat die Ergebnisse seiner Untersuchung mit den genannten und weiteren Kritikpunkten in Heft 2/2013 seiner Zeitschrift „nachrichtenblatt – Informationen zur Verkehrspolitik im Rheinland“ veröffentlicht, erhältlich seit vergangener Woche z.B. in den Bahnhofsbuchhandlungen in Euskirchen, Bonn und Köln.

Ansprechpartner

Klaus Groß
Werkstattstr. 15
50733 Köln


Kommentare


Einen Kommentar schreiben