Radabstellanlage Bahnhof Salzkotten

| PRO BAHN Paderborn schlägt doppelstöckige Lösung vor

Vision der zukünftigen Radabstellanlage für den Bahnhof Salzkotten

Mehr als ein Jahrzehnt steht er nun da, unscheinbar aber genutzt, vorgeschlagen, kritisch beäugt und dennoch seit Jahren ausgebucht. Gemeint ist das "Sälzer Radkästchen", ein mit Gittern eingekastelter Fahrradabstellplatz am Salzkottener Bahnhof. Drei Jahre hatte die Diskussion um gesicherte Fahrradständer seinerzeit gedauert, erinnert PRO BAHN Paderborn.

Anfang 2006 schwärmten die PRO BAHN-Mitglieder aus, um sich an verschiedensten Bahnhöfen Fahradabstellanlagen anzusehen und zu vermessen. Schwarmstedt und Lindwedel bei Hannover ebenso wie Münster-Nord, Hörstel oder Hiddenhausen-Schweicheln. Nach den Touren und der Rücksprache mit den dortigen Kommunen reifte die Erkenntnis, dass Einzelboxen nicht immer sinnvoll sind. Sie sind vandalismusanfällig und nach Graffiti-Angriffen schnell unansehnlich. Auch berichteten etliche Städte vom Ärger mit den zahlreichen Türschlössern. Vorgeschlagen wurde der Salzkottener Stadtverwaltung schließlich ein Fahrradkäfig. Das System ist denkbar einfach: Alle Mieter haben einen Schlüssel für die Eingangstür und jeder zieht hinter sich die Tür wieder zu. Der Gitterkasten schützt vor Zerstörungen am Fahrrad wie auch vor Diebstahl.  Vorsichtig zäunte die Stadt Ende 2006 zunächst einmal nur eine Hälfte der zur Verfügung stehenden Fläche ein. Anfang 2007 ging die Anlage mit 20 Plätzen zum Preis von 45 € pro Jahr an den Start. Die Flächen  waren begehrt und zügig ausverkauft, so dass die ursprünglich vorgesehene Tages- oder wochenweise Vermietung erst gar nicht zum Tragen kam. Einige Jahre später verdoppelte sich die Anzahl der Plätze auf 40. Die ehrenamtliche Reinigung übernimmt seitdem der örtliche Bahnhofspate. Probleme blieben aus und auch das investierte Geld hat der Käfig wieder eingespielt.

Zeit, so PRO BAHN Paderborn, einen Schritt weiterzugehen. So werden nun doppelstöckige Fahrradständer vorgeschlagen, um den Bedarf abdecken zu können. Anderswo haben sich derartige Etagenfächer bei den Reisenden längst bewährt. Eine ausgeklügelte Technik sorgt dafür, dass Räder mit wenig Kraftaufwand in die zweite Etage kommen. Der "Käfig" in Salzkotten hat im wahrsten Sinne des Wortes noch Luft nach oben. Wer nicht bis zu möglichen Erweiterungen warten möchte, kann auf die derzeit noch freien Plätze im benachbarten Käfig des Polizeimuseums zurückgreifen. Auskünfte zur dortigen Vermietung erteilt das Museum. 


Kommentare


Einen Kommentar schreiben