Bedarfshalt für den Leineweber in Helpup

| PRO BAHN: Zusätzliche Verbindung dringend notwendig

(Willi Wächter) Der aufstrebene Ortsteil von Oerlinghausen hat eine schlechte Zuganbindung. Nur jede Stunde hält die Eurobahn als "Lipperländer" am Haltepunkt an der Bahnhofstraße. Der Zug aus oder nach Detmold rauscht dagegen vorbei. Als ursprüngliche Planung war die Relation als schnelle Verbindung zwischen der Residenzstadt und Bielefeld als sogenannter "Eilzug" gedacht. Zu Dampflokzeiten, als es nur wenig Pendlerverkehr gab, war das sicherlich ausreichend. Unter aktuellen Bedingungen ist eine stündliche Anbindung aber absolut unattraktiv.

PRO BAHN sieht natürlich die knappen Wendezeiten der Züge an den Endpunkten. Wenn jedoch der Fahrplan eingehalten wird, gibt es durchaus Spielraum für einen kurzen Bedarfshalt, erklärt Willi Wächter vom Fahrgastverband PRO BAHN. Häufig trifft der Leineweber aus Detmold zwei Minuten vor seiner Fahrplanzeit am Bahnhof Oerlinghausen ein; in der Gegenrichtung sieht der Fahrplan in der Residenzstadt einen Halt von drei Minuten vor. Es werden sicherlich auch nur eine überschaubare Zahl von Bedarfshalten des Leinewebers angefordert.

Als Vorbild sieht Wächter den Bedarfshalt Neue Mühle an der Strecke nach Rahden. Fahrgäste, die den Bedarfshalt nutzen wollen, drücken im Zug eine der Meldetasten und der Triebwagenführer ist informiert. Am Bahnsteig in Helpup sollte allerdings ein Blinklicht installiert werden, weil das Handzeichen, wie in Neue Mühle, bei Dunkelheit nicht weit genug sichtbar ist. Die Gleise verlaufen gerade, so dass der Triebwagenführer den Bedarfshalt früh genug erkennen kann. Wächter geht davon aus, dass die Haltewünsche überschaubar sein werden und den Fahrplan nicht total durcheinander wirbeln.

In Zusammenarbeit mit dem Verkehrs- und Verschönerungsverein Helpup hat PRO BAHN am Haltepunkt ein Informationstreffen unter dem Motto "Daumen hoch für Helpup" organisiert. Als nächsten Schritt wird die Stadt Oerlinghausen mit einem Antrag aufgefordert, mit dem Verkehrsverbund VVOWL in Verhandlungen zu gehen, um den Bedarfshalt einzurichten.


Kommentare

Kommentar von Albrecht Buscher |

Geht´s noch, ein RE soll in einem Nest mit nicht einmal 5.000 Einwohnern halten? die stündliche Bedienung ist vollkommen ausreichend, eher sogar gut bedient. Andere Kommunen in Westfalen, z.B. die Kreisstadt Lüdenscheid mit immerhin ca. 70.000 EW hat auch nur einen Stundentakt.

Also: auch bei ProBahn sollte ein wenig Maß gehalten werden (sage ich als Mitglied!)


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